Neue Studie schließt gesundheitliche Risiken durch Toxoplasmose bei industrieller Verwertung aus.

Worum geht es?

Pflanzliche Katzenstreu wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Im Gegensatz zu Mineralstreu könnte sie nach der Nutzung klima-, ressourcen- und umweltschonend im Bioabfall entsorgt werden.

Einer Entsorgung über den Bioabfall und Verwertung steht allerdings immer wieder die Warnung vor vermeintlichen gesundheitlichen Risiken durch Toxoplasmose entgegen. Dabei geht es um die Oozysten (Eier) des Parasiten Toxoplasma gondii, die Katzen mit ihrem Kot ausscheiden können. Cats for Future hat deshalb eine Studie initiiert, um dieses Argument wissenschaftlich zu überprüfen.

Ein spezialisiertes Forschungsteam am international renommierten CHU Reims in Frankreich hat dafür drei unterschiedliche, innerhalb der EU praktizierte Zeit-Temperatur-Behandlungen zur industriellen Verwertung von Bioabfällen untersucht. Anschließend wurde getestet, ob die Oozysten noch infektiös waren.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Nach allen drei untersuchten Behandlungen wurde keine Infektiosität mehr festgestellt. Auch bei der niedrigsten Temperatur von 55 °C über 14 Tage verloren die Oozysten im Kompost vollständig ihre Infektiosität.

nachhaltige Katzenstreu Müll

Die Studie liefert damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, um die Entsorgung und industrielle Verwertung gebrauchter pflanzlicher Katzenstreu über den Bioabfall fachlich neu zu bewerten.

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„Die T[oxoplasmose]-gondii-Oozysten verloren ihre Infektiosität vollständig, wenn sie 14 Tage lang bei 55 °C behandelt wurden. Unter den gegebenen Bedingungen kann Kompost hinsichtlich dieser Gefahr als sicher angesehen werden.“

Auszug aus der Studie des CHU Reims

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Was wir fordern

Die Studie widerlegt den häufig in die Debatte getragenen Verweis auf gesundheitliche Risiken der Entsorgung pflanzlicher Katzenstreu über den Bioabfall und ihre industrielle Verwertung. Damit liefern die Ergebnisse die wissenschaftliche Basis für einen nachhaltigeren Umgang mit pflanzlicher Katzenstreu.

Wir fordern eine Bewertung der Studie und daraus resultierenden Möglichkeiten der Verwertung durch das Umweltbundesamt sowie die zuständigen politischen Stellen auf europäischer Ebene, dem Bund, den Ländern und Kommunen. Dabei muss geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen gebrauchte pflanzliche Katzenstreu einschließlich der enthaltenen Ausscheidungen über den Bioabfall erfasst und anschließend industriell verwertet werden kann.

„Pflanzliche Katzenstreu ist ein zirkuläres Produkt mit dem in Deutschland jährlich bis zu 400.000 Tonnen wertvolle Rohstoffe zu Kompost verarbeitet werden könnten, der als Dünger wieder auf die Felder kommt“, sagt Michael Behnke, Sprecher von Cats for Future in Deutschland und Frankreich.

Wie du uns unterstützen kannst

Mach mit, unterstütze unsere Forderung und bitte das Bundesumweltministerium darum, die Ergebnisse der Toxoplasmose-Studie zu prüfen!

Wenn du auf „Jetzt Mail senden“ klickst, öffnet sich das auf deinem Gerät hinterlegte Mailprogramm. Eine Nachricht an das Umweltministerium haben wir für dich bereits vorbereitet. Sie erklärt kurz die Umwelt- und Klimavorteile pflanzlicher Streu, fasst die Studie zusammen und enthält die konkrete Bitte um Prüfung.

Du kannst die Nachricht vor dem Versand natürlich individuell anpassen (zum Beispiel durch Ergänzung deines Namens) und anschließend selbst versenden.

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Empfänger

Bundesumweltministerium (poststelle@bmukn.bund.de)

Cc

info@catsforfuture.de

Betreff

Neue wissenschaftliche Grundlage für pflanzliche Katzenstreu im Bioabfall

Text

Sehr geehrte Damen und Herren, in Deutschland leben rund 16,7 Millionen Katzen. Neun von zehn Katzenhaushalten verwenden aktuell mineralische Streu. Dadurch fallen laut Cats for Future jährlich rund 630.000 Tonnen nicht kreislauffähiger Restmüll an. Produktion und Transport verursachen zusätzlich etwa 550.000 Tonnen CO₂-Emissionen. Dabei gibt es längst Alternativen, die überall im Handel verfügbar sind. Pflanzliche Katzenstreu ist ressourcen- und klimaschonend. Sie wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kann industriell verwertet werden. Würde gebrauchte pflanzliche Streu über die kommunale Bioabfallsammlung erfasst, könnten in Deutschland jährlich rund 400.000 Tonnen zu Kompost verarbeitet und als natürlicher Dünger genutzt werden. Ein häufig genanntes Hindernis für diesen nachhaltigen Entsorgungsweg ist ein vermeintliches Gesundheitsrisiko durch Toxoplasmose. Cats for Future hat deshalb eine wissenschaftliche Untersuchung initiiert, die ein renommiertes Forschungsteam des CHU Reims in Frankreich durchgeführt hat. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in der industriellen Verwertung pflanzlicher Katzenstreu potenzielle Gesundheitsrisiken mit Blick auf Toxoplasmose auszuschließen sind. Sie liefert damit die wissenschaftliche Grundlage, um die Entsorgung über den Bioabfall und die damit verbundene weitere Verwertung pflanzlicher Katzenstreu in der Methanisierung und der industriellen Kompostierung neu zu bewerten. Ich bitte Sie, die Studienergebnisse zu prüfen und zu klären, unter welchen Voraussetzungen gebrauchte pflanzliche Katzenstreu einschließlich der enthaltenen Ausscheidungen künftig über die kommunale Bioabfallsammlung erfasst und industriell verwertet werden kann. Bitte berücksichtigen Sie dabei auch eine Aufnahme in die Liste der für eine Verwertung geeigneten Bioabfälle der Bioabfallverordnung. Weitere Infos zur Studie und zu Cats for Future finden Sie hier: https://catsforfuture.de/toxoplasmose-studie/ Mit freundlichen Grüßen

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Zusammenfassung der Studie als Download

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