Mehr Nachhaltigkeit kann in allen Lebensbereichen umgesetzt werden – auch in der Haustier- bzw. genauer in der Katzenhaltung. Unter dieser Mission waren wir im November Mannheim.

Gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Mannheim und der Stadtbibliothek haben wir einen Tag lang mit unterschiedlichen Veranstaltungen und Programmpunkten für Klein und Groß gezeigt, wie eng verantwortungsvolle Haustierhaltung und Umweltschutz eigentlich zusammenhängen.

Volles Haus bei Cleo und Leo: Die nächste Generation lernt streuen

Den Auftakt machte am 25. November ein echtes Highlight für die jüngsten Katzenfans. Rund 140 Mannheimer Grundschülerinnen und -schüler versammelten sich, um den Abenteuern unserer Comic-Helden Cleo und Leo zu lauschen.

Besonders gefreut hat uns, dass der Autor Werner Holzwarth persönlich vorbeikam, um aus „Die Katzenklo-Katzastrophe“ vorzulesen. Die Kinder waren begeistert vom Mut der beiden Helden der Geschichte. Kein Wunder, dass unser Sprecher im Anschluss eine Reihe von neugierigen Fragen beantworten musste: Warum ist herkömmliche Streu denn eigentlich schlecht für die Umwelt und das Klima? Und warum nutzen nicht alle schon längst pflanzliche Alternativen?

Das Fazit des Vormittags war eindeutig: Die Kinder hatten sofort den richtigen Riecher. Pflanzlich streuen ist die Zukunft! Damit das Wissen auch zu Hause ankommt, durfte jedes Kind eine kostenfreie Ausgabe des Comics mitnehmen. Das sorgt hoffentlich für spannende Diskussionen am Familientisch und ermöglicht den Kids, die Geschichte später noch einmal selbst nachzulesen.

Themenabend in der Nachhaltigen Musterwohnung

Am Abend ging es in der nachhaltigen Musterwohnung der Klimaschutzagentur Mannheim weiter. Ein Ort, der anschaulich zeigt, wie sich Klimaschutz ganz praktisch in den eigenen Alltag integrieren lässt. Und dazu gehören seit diesem Abend nun auch zwei Stofftiere – ein Hund und eine Katze –, die verbildlichen, dass Klimaschutz auch beim Zusammenleben mit unseren Haustieren beginnt. Der Titel des Abends war deshalb naheliegend: „Tierisch gut! Wie können wir besser mit unseren (Haus-)Tieren in der Stadt zusammenleben?“

Unser Sprecher Michael Behnke klärte die Besucherinnen und Besucher über die oft unterschätzten Umweltauswirkungen von mineralischer Katzenstreu auf. Für viele war es ein echter „Aha-Moment“, wie viel CO₂ und Müll sich allein durch den Wechsel auf pflanzliche Alternativen einsparen lässt.

Unterstützt wurden wir dabei digital von Eileen Claesges, die mit ihrem Kanal @endloskater auf Nachhaltigkeit und Tierhaltung hinweist. Als „Sinnfluencerin“ gab sie wertvolle Tipps für den Kauf von Katzenstreu und erklärte leidenschaftlich, warum Nachhaltigkeit in der Katzenhaltung kein Nischenthema mehr sein darf.

Doch nicht nur die Katze stand im Fokus. Im zweiten Teil des Abends weiteten kommunale Akteure den Blick auf die wilden Nachbarn in Mannheim. Ob Tauben, Halsbandsittiche oder Waschbären – die Diskussion drehte sich darum, wie ein respektvolles und friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Stadtwildtier gelingen kann.

Mediales Echo zum Nachhören und Nachlesen

Der Abend wurde auch medial begleitet, sodass sich auch die Mannheimerinnen und Mannheimer, die nicht vor Ort sein konnten, ebenfalls zu den Themen informieren können.

Sowohl der SWR hat einen Beitrag im Radio gesendet (SWR1), als auch die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete über den Abend und insbesondere über das Klima- und Umweltproblem mineralischer Katzenstreu.

Im Zeitungsartikel wurde die Dringlichkeit des Themas eindrücklich dargelegt: „Jeder Stubentiger hat einen jährlichen Verbrauch von über 200 Kilogramm Streu. Zu den meistverkauften Streuarten zählen die mineralischen mit Betonit und Tonerden vorwiegend aus Minen in Afrika, Kanada oder Spanien. Das Problem: Von den über 600.000 Tonnen Abfall aus den deutschen Katzenklos können die Müllverbrennungsanlagen nicht alles vollständig vernichten. Der Rest landet oft auf Deponien.“

Ein großes Dankeschön

Wir blicken auf einen erfolgreichen Tag zurück! Ein herzliches Dankeschön geht an die Klimaschutzagentur Mannheim und die Stadtbibliothek Mannheim für die tolle Zusammenarbeit und Organisation. Und natürlich bedanken wir uns bei allen, die dabei waren!

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