Gut einen Monat liegt die Grüne Woche 2026 zurück und wir blicken mit vielen Eindrücken auf zehn intensive Messetage in Berlin zurück. Vom 16. bis 25. Januar stand die Jubiläumsausgabe ganz im Zeichen von „100 Jahren Grüne Woche“ und zog laut Veranstalterin rund 350.000 Besucherinnen und Besucher auf das Berliner Messegelände (rund 40.000 mehr als im Vorjahr). Mit rund 1.600 Ausstellern aus über 50 Ländern war die Messe erneut ein internationaler Treffpunkt für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Und viele Besucherinnen und Besucher kamen auch zu unserem Stand.

Für Cats for Future war es der dritte Auftritt in Folge. Wir waren wieder mit einem eigenen Stand vor Ort, um über die massiven Klima- und Umweltfolgen mineralischer Katzenstreu aufzuklären – und um zu zeigen, wie einfach der Wechsel zu pflanzlichen Alternativen sein kann.

Neu dabei: die „ZERO“-Themeninsel

In diesem Jahr waren wir erstmals Teil der neuen ZERO-Themeninsel, einem neuen Bereich der Grünen Woche. Dass sich die Messe damit noch stärker auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und neue Konsumstandards ausrichtet, passt perfekt zu unserem Anliegen. Denn gerade beim Thema Katzenstreu geht es um Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und alltagsnahen Klimaschutz.

Wir waren also genau dort, wo viele Besucherinnen und Besucher gezielt nach praktischen Lösungen für weniger Müll und mehr Nachhaltigkeit gesucht haben. Ein perfektes Match. 

Warum wir über Katzenstreu sprechen

Mit unserem Comic „Die Katzenklo Katzastrophe“, weißen Naschmäusen, Stickern und vielen Fakten im Gepäck haben wir an den Messetagen unzählige Gespräche geführt. Mit Lehrerinnen und Lehrern über die Möglichkeiten eines Schulmoduls zum Comic, mit Tierärztinnen und Tierärzten zu den gesundheitlichen Folgen mineralscher Streu, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft über notwendige nächste Schritte und mit natürlich Katzenhalterinnen und Katzenhaltern über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Neben den Hintergründen unserer Initiative, Gesundheitsaspekten, Kostenfragen und der positiven Effekte pflanzlicher Streu für das Klima und die Umwelt ging es besonders häufig um eine einfache Beobachtung, die sich immer wieder bestätigt: 8 von 10 Katzenhalterinnen und Katzenhalter wissen nach wie vor nicht, welche negativen Auswirkungen mineralische Katzenstreu auf Umwelt und Klima hat.

Unser Sprecher Michael Behnke sieht darin vor allem ein Informationsproblem: „Ohne Kenntnis der Effekte und Zusammenhänge geschieht der Kauf mineralischer Streu meist aus Gewohnheit.“ Gleichzeitig ermutigt ihn die Resonanz an unserem Stand: „Die Bereitschaft der Menschen, auf pflanzliche Streu umzusteigen, ist sehr hoch, wenn sie einmal Bescheid wissen.“

Mineralische Katzenstreu bleibt ein großes Problem

Was nach einem kleinen Alltagsthema klingt, ist in Wahrheit ein großes Umweltproblem. Mineralische Katzenstreu wird aus nicht nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, energieintensiv verarbeitet und häufig über weite Strecken transportiert. Allein für den deutschen Markt entstehen dadurch jährlich rund 551.000 Tonnen CO₂. Gleichzeitig fallen in Deutschland jedes Jahr etwa 630.000 Tonnen Restmüll durch Katzenstreu an. Müll, der nicht recycelt werden kann und am Ende verbrannt wird.

Genau deshalb setzen wir auf Aufklärung, auch durch Auftritte wie den auf der Grünen Woche. Pflanzliche Katzenstreu ist längst breit verfügbar, deutlich leichter und in der Nutzung effizient – und sie reduziert den Klima- und Müll-Fußabdruck im Katzenhaushalt spürbar.

Prominenter Besuch am Stand

Ein besonderes Highlight war der Besuch der Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Parlamentarischen Staatssekretärin und Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann. Sie nahm sich viel Zeit, um sich über die Initiative zu informieren und mit uns zu diskutieren: Was war der Anlass für die Gründung von Cats for Future? Wie kann Politik dabei unterstützen, das Wissen über pflanzliche Katzenstreu bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu stärken?

Wir bedanken uns herzlich für das Interesse und den offenen Austausch. Hoffen aber auch, dass unsere Botschaft den Weg weiter ins politische Berlin findet. Denn neben Interessensbekundungen braucht es eben auch den politischen Willen.

Unser Fazit

Die Grüne Woche 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse an nachhaltigen, alltagstauglichen Lösungen ist und wie wichtig es bleibt, Wissen niedrigschwellig zugänglich zu machen. Die neue Zero-Waste-Themeninsel war dafür ein idealer Ort. Hier treffen Neugier, Offenheit und der Wunsch nach Veränderung direkt auf konkrete Alternativen.

Wir nehmen viel Rückenwind mit und bleiben dran. Mit Informationen, Gesprächen und Aktionen, damit der Wechsel zu pflanzlicher Katzenstreu für noch mehr Katzenhaushalte zum neuen Standard wird.

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